Sicher zu Hause leben: Stolperfallen und alltägliche Risiken reduzieren

Viele ältere Menschen möchten möglichst lange selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung leben. Kleine Veränderungen in der Wohnung und ein auf die Person abgestimmter Umgang mit gesundheitlichen Risiken können dazu beitragen, Stürze zu vermeiden, ohne die Bewegungsfreiheit unnötig einzuschränken.

Ca. 3 Minuten Lesezeit

Auf einen Blick

  • Wohnung betrachtenBeleuchtung, Wege und Stolperstellen lassen sich häufig verbessern.
  • Gesundheit einbeziehenSehen, Kraft, Gleichgewicht und Medikamente können eine Rolle spielen.
  • Selbstbestimmung erhaltenSicherheit sollte Bewegungsfreiheit nicht unnötig einschränken.

In diesem Beitrag

Orientierung

Sturzrisiken haben unterschiedliche Ursachen

Nicht jeder Sturz entsteht durch eine Teppichkante. Auch Muskelschwäche, Sehprobleme, Schwindel, ungeeignete Schuhe, bestimmte Erkrankungen oder die Wirkung von Medikamenten können das Risiko erhöhen. Deshalb sollte immer die persönliche Gesamtsituation betrachtet werden.

Wer aus Angst vor einem Sturz jede Bewegung vermeidet, kann Kraft und Gleichgewicht weiter verlieren. Welche Bewegung geeignet ist, sollte bei körperlichen Einschränkungen oder Erkrankungen ärztlich beziehungsweise therapeutisch geklärt werden.

Praktische Übersicht

Die Wohnung aufmerksam betrachten

  • Sind Laufwege frei von losen Kabeln, hochstehenden Teppichkanten und unnötigen Möbeln?
  • Ist die Beleuchtung auf Wegen, an Treppen und besonders nachts ausreichend?
  • Sind häufig benötigte Gegenstände gut erreichbar, ohne auf Stühle steigen zu müssen?
  • Gibt es im Bad rutschhemmende Lösungen und sichere Möglichkeiten zum Festhalten?
  • Sind Treppen, Schwellen und Außenwege gut erkennbar und sicher begehbar?
  • Werden passende, geschlossene und gut sitzende Schuhe getragen?

Gut zu wissen

Gesundheitliche Faktoren nicht selbst verändern

Wenn Schwindel, Gangunsicherheit oder Sehprobleme auftreten, sollten sie fachlich abgeklärt werden. Medikamente dürfen wegen eines vermuteten Sturzrisikos nicht selbstständig abgesetzt oder verändert werden. Eine ärztliche Prüfung kann klären, ob Erkrankungen, Wechselwirkungen oder eine ungeeignete Dosierung eine Rolle spielen.

Orientierung

Hilfsmittel und Notfallplan

Eine geeignete Gehhilfe kann Sicherheit geben, muss aber passend eingestellt und richtig verwendet werden. Bei Menschen, die viel allein sind und ein erhöhtes Risiko haben, kann außerdem ein Hausnotruf erwogen werden. Ob eine Kostenübernahme möglich ist, prüft die Pflegekasse anhand der persönlichen Voraussetzungen.

Notieren Sie gut sichtbar wichtige Telefonnummern und besprechen Sie, wer im Notfall Zugang zur Wohnung hat. Nach einem Sturz mit Verletzung, starken Schmerzen, Bewusstseinsstörung oder anderen akuten Beschwerden sollte unverzüglich medizinische Hilfe gerufen werden.

Orientierung

Selbstbestimmung bewahren

Sicherheitsmaßnahmen sollten gemeinsam mit der betroffenen Person besprochen werden. Ziel ist eine gut nutzbare Umgebung – nicht eine Einschränkung aus Sorge. Fachpersonen können helfen, Nutzen und mögliche Nachteile einzelner Veränderungen abzuwägen.

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Haftungsausschluss für Ratgeberinformationen

Die Inhalte dieses Ratgebers dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Orientierung. Sie wurden sorgfältig erstellt, stellen jedoch keine individuelle medizinische, pflegerische, rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung dar und können diese nicht ersetzen. Maßgeblich sind stets die aktuelle Rechtslage sowie die verbindlichen Auskünfte der zuständigen Pflege- und Krankenkassen, Behörden, Beratungsstellen und behandelnden Fachpersonen. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Die Haftung nach den gesetzlichen Vorschriften – insbesondere bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit – bleibt unberührt.