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Sicher zu Hause

Sturzrisiken senken: Wie wird das Zuhause sicherer?

Stolperfallen erkennen und alltägliche Risiken reduzieren.

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Gehen Sie Ihr Zuhause gemeinsam Schritt für Schritt durch: Wege, Wohn- und Schlafbereich, Bad und das Unterwegssein. Die Fragen helfen, mögliche Stolperstellen zu finden. Gesundheitliche Ursachen und passende Hilfsmittel gehören ebenfalls dazu.

In diesem Beitrag

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Vor dem Rundgang

Wohnumgebung und Gesundheit gemeinsam betrachten

Nicht jeder Sturz entsteht durch eine Teppichkante. Auch Muskelschwäche, Sehprobleme, Schwindel, ungeeignete Schuhe, bestimmte Erkrankungen oder die Wirkung von Medikamenten können das Risiko erhöhen. Deshalb sollte immer die persönliche Gesamtsituation betrachtet werden.

Wer aus Angst vor einem Sturz jede Bewegung vermeidet, kann Kraft und Gleichgewicht weiter verlieren. Welche Bewegung geeignet ist, sollte bei körperlichen Einschränkungen oder Erkrankungen ärztlich beziehungsweise therapeutisch geklärt werden.

Raum für Raum prüfen

Ein Rundgang durch Ihr Zuhause

Beispielhafter Grundriss: Wählen Sie einen der vier Bereiche für die passende Checkliste darunter.

Flur, Treppen und Wege

  • Sind Laufwege frei von losen Kabeln, hochstehenden Teppichkanten und unnötigen Möbeln?
  • Sind Treppen, Schwellen und Außenwege gut erkennbar und sicher begehbar?

Wohn- und Schlafbereich

  • Ist die Beleuchtung auf Wegen, an Treppen und besonders nachts ausreichend?
  • Sind häufig benötigte Gegenstände gut erreichbar, ohne auf Stühle steigen zu müssen?

Bad und Festhalten

  • Gibt es im Bad rutschhemmende Lösungen und sichere Möglichkeiten zum Festhalten?

Sicher unterwegs

  • Werden passende, geschlossene und gut sitzende Schuhe getragen?

Was ärztlich geklärt werden sollte

Gesundheitliche Faktoren nicht selbst verändern

Wenn Schwindel, Gangunsicherheit oder Sehprobleme auftreten, sollten sie fachlich abgeklärt werden. Medikamente dürfen wegen eines vermuteten Sturzrisikos nicht selbstständig abgesetzt oder verändert werden. Eine ärztliche Prüfung kann klären, ob Erkrankungen, Wechselwirkungen oder eine ungeeignete Dosierung eine Rolle spielen.

Hilfsmittel und Kosten

Gehhilfe und Hausnotruf passend auswählen

Eine geeignete Gehhilfe kann Sicherheit geben, muss aber passend eingestellt und richtig verwendet werden. Bei Menschen, die viel allein sind und ein erhöhtes Risiko haben, kann außerdem ein Hausnotruf erwogen werden. Ob eine Kostenübernahme möglich ist, prüft die Pflegekasse anhand der persönlichen Voraussetzungen.

Ein Hausnotruf wird getrennt vom monatlichen Budget für Verbrauchs-Pflegehilfsmittel abgerechnet. Vor dem Abschluss sollten Sie klären, welche Basisleistungen die Pflegekasse übernimmt und welche Zusatzleistungen selbst zu bezahlen sind. Üben Sie die Bedienung gemeinsam und stellen Sie sicher, dass das Gerät im Alltag erreichbar ist.

Erreichbarkeit und Zugang

Wie erreichen Sie nach einem Sturz Hilfe?

Notfallhilfe erreichbar halten: Besprechen Sie, wie nach einem Sturz Hilfe gerufen werden kann, wenn das Telefon außer Reichweite liegt. Ein Hausnotruf sollte im Alltag erreichbar und passend zur Person gewählt sein. Lassen Sie sich die Bedienung erklären; vereinbaren Sie außerdem, wie Helfende in die Wohnung gelangen können.

Notieren Sie gut sichtbar wichtige Telefonnummern und besprechen Sie, wer im Notfall Zugang zur Wohnung hat. Bei starken Schmerzen, einer schweren Verletzung oder Bewusstseinsstörung nach einem Sturz wählen Sie sofort 112. Auch nach einem zunächst unauffälligen Sturz sollten neue Beschwerden ärztlich abgeklärt werden.

Gemeinsam entscheiden

Selbstbestimmung bewahren

Sicherheitsmaßnahmen sollten gemeinsam mit der betroffenen Person besprochen werden. Ziel ist eine gut nutzbare Umgebung – nicht eine Einschränkung aus Sorge. Fachpersonen können helfen, Nutzen und mögliche Nachteile einzelner Veränderungen abzuwägen.

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089 / 950 68 33werktags Mo.–Do. 8:00–14:00 Uhr

Haftungsausschluss für Ratgeberinformationen

Die Inhalte dieses Ratgebers dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Orientierung. Sie wurden sorgfältig erstellt, stellen jedoch keine individuelle medizinische, pflegerische, rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung dar und können diese nicht ersetzen. Maßgeblich sind stets die aktuelle Rechtslage sowie die verbindlichen Auskünfte der zuständigen Pflege- und Krankenkassen, Behörden, Beratungsstellen und behandelnden Fachpersonen. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Die Haftung nach den gesetzlichen Vorschriften – insbesondere bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit – bleibt unberührt.